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Bildnis der heiligen Wiborada
 
Die kolorierte Federzeichnung ist die älteste Darstellung der heiligen Wiborada (+ 926). Geschrieben und möglicherweise auch gemalt von dem nur kurze Zeit in St.Gallen weilenden Mönch Friedrich Kölner aus Hersfeld um 1430/36 für die Klosterfrauen im Benediktinerinnenkloster St.Georgen oberhalb von St.Gallen. Wiborada, die als erste Frau 1047 in Rom formell heiliggesprochen wurde, ist als Benediktinerin des 15.Jahrhunderts mit ihren Attributen Buch und (anachronistisch) Hellebarde dargestellt. Wiborada ist die Patronin der Bibliotheken, denn auf ihren Rat hin wurde die Stiftsbibliothek 926 vor den herannahenden Ungarn auf die Insel Reichenau in Sicherheit gebracht und gerettet.

(Cod. Sang. 586)
 


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