Krönung des Silbernen Zeitalters des Klosters St.Gallen ist unzweifelhaft die im "besten sankt-gallischen Schreibstil und Buchschmuck" gestaltete Prachthandschrift für den Gottesdienst. Um 1065 ist sie für rund 400 Jahre die letzte Handschrift, die in St.Gallen derart üppig mit Gold verschönert wurde.Über der Initiale, ganz oben an der Seite ist der zweite Teil einer Diebesverwünschung zu lesen: "(Hoc opus acceptum tibi sit pie Galle per aevum) At si quis rapiat raptum numquam bene vertat." (Dieses Werk sei dir, ehrwürdiger Gallus, für immer übergeben.) Aber wer immer es auch rauben sollte, kann den Diebstahl niemals zum Guten wenden.

(Cod. Sang. 376)
Diese Handschrift ist als Digitalfaksimile online einsehbar.
