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Im Anfang war das Wort
Die Bibel im Kloster St.Gallen
In der Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek St. Gallen sind grundlegende
Quellen und Dokumente von teilweise abendländischer Bedeutung, vor allem aus dem frühen Mittelalter, erhalten geblieben. Dies trifft auch für das "Buch der Bücher", die Bibel, und deren Überlieferung zu.
Mehr als die Hälfte aller rund 500 Pergamenthandschriften des 5. bis 12. Jahrhunderts in der Stiftsbibliothek überliefern in reiner oder kommentierter und bearbeiteter Form das Wort Gottes. Nirgendwo lässt sich die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift besser studieren und untersuchen als im ehemaligen Kloster St. Gallen.
In acht Vitrinen im Barocksaal und vier Vitrinen im Lapidarium sind Handschriften
vom 5. bis zum 18. und Drucke vom 15. bis zum 19. Jahrhundert ausgestellt.
Sie zeigen die Stiftsbibliothek St. Gallen als wichtigen Hort der Bibelüberlieferung, in dem zahlreiche älteste Bibeltexte überliefert sind. Zur
Darstellung gelangt ferner das Ringen um das richtige Bibelwort im jungen
und aufstrebenden Galluskloster im 8. und 9. Jahrhundert. Zu sehen sind auch
Beispiele künstlerisch herausragender Bibelillustration, hauptsächlich von Psalterien und Evangelienbüchern, ebenso Bibeltexte in anderen Sprachen als
Latein - in Griechisch, Deutsch und Arabisch.
Daneben zeigt die Ausstellung Bibelbearbeitungen und -kommentare aus dem Hoch- und Spätmittelalter und eine grosse Vielfalt von Bibel drucken, von der Koberger-Bibel von 1483 über eine zwölfsprachige Bibelausgabe von 1599 bis hin zur umstrittenen Kupfer-Bibel des Naturwissenschaftlers Johann Jakob Scheuchzer.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung.

Zur Ausstellung wird ein reich illustrierter Katalog erschienen.
Ausstellungsflyer
