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01 | 2017


Newsletter Stiftsbezirk St.Gallen

 

Randnotiz


Arznei für die Seele

  Die Ausstellung "Arznei für die Seele" wirft einen Blick zurück auf die ereignisreiche Entwicklung der Institution über 14 Jahrhunderte, von den Anfängen im 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Mit der Entstehung neuer Bibliotheken in den frühmittelalterlichen Klöstern regte sich nach dem Niedergang der Antike das kulturelle und wissenschaftliche Leben neu. Bereits bei Gallus, der 612 als irischer Missionar und Eremit seine Zelle an der Steinach erbaute, spielten Bücher eine Rolle, und wohl schon vor... mehr

Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag, 14. März, um 18.30 Uhr im Pfalzkeller statt.

Musik in der Fastenzeit

  Die Fastenzeit, zu Beginn des Osterfestkreises, ist wie jede liturgische Jahreszeit von Musik umrahmt. Die fünf Fastensonntage im März und April werden vom DomChor, den Choralscholen und dem Collegium Vocale begleitet.

Am Samstag, 25. März, 19.15 Uhr kommt unter dem Titel „Musik zur Fastenzeit“ das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736) zur Aufführung. Ergänzt wird der Anlass in der Schutzengelkapelle mit Werken von Georg Friedrich Händel (1685–1759).

Kimberly Brockman, Sopran
Jan Börner, Altus
Collegium Instrumentale der Kathedrale
Leitung: Michael Wersin
Eintritt: Fr. 25.– (Fr. 5.– Ermässigt), Kein VV

Detailprogramm

Vorlesungsreihe

  Begleitend zur aktuellen Ausstellung schaut die Stiftsbibliothek in vier Vorlesungen, in Zusammenarbeit mit der Universität St.Gallen, auf ihre einmalige Geschichte zurück.

Stiftsbibliothekar Cornel Dora skizziert die Zeit des Frühmittelalters. Spätestens mit der Gründung des Klosters St.Gallen um 719 wurde eine institutionelle Bibliothek eingerichtet, aus der ab dem 9. Jahrhundert eine der grössten und besten Bibliotheken Europas wurde. Philipp Lenz behandelt die Zeit des Hoch- und Spätmittelalters und geht der Frage nach, wie die Büchersammlung damals von den Mönchen genutzt wurde. Karl Schmuki befasst sich in den zwei abschliessenden Vorlesungen mit der neuen Blüte im Zeitalter von katholischer Reform und Barock bis hin zur Gegenwart.

20. März / 27. März / 3. April / 10. April
18.00 bis 19.30 Uhr
im Musiksaal (Klosterhof 6b)

Übersicht Sommerprogramm

Vorschau

  Das Hochfest von Ostern in der Kathedrale St.Gallen vom Hohen Donnerstag, 13. April, bis zum Ostersonntag, 16. April
Übersicht der Gottesdienste

Lesung und Buchvorstellung „Die entwendete Handschrift“ mit Gabrielle Alioth zum Welttag des Buches
Sonntag, 23. April, 17.00 Uhr
im Lapidarium der Stiftsbibliothek
Programm

Notker-der-Stammler-Rede mit Dr. Jakob Kellenberger „Der voraussetzungsreiche Frieden“
Sonntag, 7. Mai, 18.15 Uhr
im Barocksaal der Stiftsbibliothek
Übersicht

Buchpräsentation „Schön ist sie! Die St. Galler Kathedrale“
Dienstag, 16. Mai, 18.00 Uhr
im Chor der Kathedrale, vorgängig 17.30 Uhr Vesper
Übersicht

Stibi   Weltkulturerbe



Unter den jährlich über 100'000 Gästen, die die Stiftsbibliothek besuchen, finden sich bisweilen auch prominente Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft. In der letzten Zeit waren dies etwa König Harald von Norwegen, der iranische Reformer Mohammad Khatami, der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer oder UNO-Generalsekretär Kofi Annan.

In der neuen Ausstellung „Arznei für die Seele“ sind zwei Besuche mit Exponaten dokumentiert, auch jener der weltberühmten Komponisten Franz Liszt und Richard Wagner 1856.
Liszt und Wagner hatten am Abend vorher in St. Gallen ein umjubeltes Konzert dirigiert, das in der Musikwelt für viel Aufsehen sorgte. Tags darauf kamen sie mit ihren Freunden – die meisten von ihnen politische Flüchtlinge aus Deutschland – in die Bibliothek. Ins Gästebuch eingetragen haben sich nach Liszt und Wagner auch Georg Herwegh, sozialistisch-revolutionärer Schriftsteller und Freund von Karl Marx, Gottfried Semper, Professor für Architektur an der ETH Zürich und Erbauer des ETH-Hauptgebäudes und der Semper-Oper in Dresden, sowie Heinrich Szadrowsky, damals Dirigent des St. Galler Sinfonieorchesters, der als Freund der beiden Koryphäen deren Auftritt erst ermöglicht hatte.



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