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04 | 2017


Newsletter Stiftsbezirk St.Gallen

 

Randnotiz


Museumsnacht

  Diesen Samstag, 9. September 2017, ist wieder Museumsnacht: 34 Museen, Galerien und weitere Ausstellungsinstitutionen öffnen abends ab 18 Uhr ihre Tore und laden ein zu einer einmaligen Entdeckungsreise durch ihre Sammlungen, Dauer- und Sonderausstellungen. Der Stiftsbezirk ist mit Kathedrale und Stiftsbibliothek zu nächtlicher Stunde Teil des vielfältigen Programms.

Detailprogramm

Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag

  Jeweils am dritten Sonntag im September wird der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag begangen. Am 17. September um 11 Uhr findet in der Kathedrale der grosse Festgottesdienst statt. Dieser wird von DomChor und DomBläsern mitgestaltet. Ein Detail sei speziell erwähnt: Zum Nachspiel erklingt die Toccata über die Glocken der Kathedrale St.Gallen von Paul Huber.

Von 15:00 bis 16:30 Uhr findet zum siebten Mal die interreligiöse Feier zum Eidgenössischen Bettag auf dem Klosterplatz statt. Die Feier steht unter dem Motto "Ich höre Dein Gebet – aus Zuhören wächst Respekt".

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Fragmentarium

  Wertvolle Handschriften aus dem Mittelalter wurden früher zerschnitten oder als Einband verwendet, da Pergament knapp und teuer war. Solche Fragmente sind heute weltweit verstreut und sollen nun virtuell zusammengeführt werden. Die digitale Forschungsplattform Fragmentarium hilft künftig beim Lösen dieses mittelalterlichen Mega-Puzzles von Fragmenten. Geleitet wird das Projekt von einem Forscherteam der Universität Fribourg. Die Stiftsbibliothek St.Gallen leistet einen wichtigen Beitrag.

Weitere Informationen

Tag des Denkmals

  Der Stiftsbezirk ist ohne seine Umgebung in der südlichen Altstadt nicht denkbar. Oft ergibt sich erst mit dem Blick über die ehemalige Schiedmauer hinweg ein akkurates Gesamtbild. Die Denkmalpflege der Stadt St.Gallen stellt am Sonntag, 10. September im Rahmen des Tags des Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“ das Haus zum Schlössli am Spisertor vor.

Programm

Stibi   Weltkulturerbe



Vom Grossratssaal in die Stiftsbibliothek und dann?

Auf dem Bild sieht die St. Galler Stiftsbibliothek fast aus wie heute: Neben Vitrinen sind jedoch Arbeitstische erkennbar, ebenso hängt in der Saalmitte an der Decke ein gläserner Leuchter, der eher wie ein Fremdkörper wirkt. Das Bild ist gut 100jährig.

Dieser Lüster hing bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im St. Galler Grossratssaal und gelangte 1857 in die Stiftsbibliothek. Bibliothekar Anton Henne wurde angewiesen, für eine zweckmässige Aufhängung des Kronleuchters Sorge zu tragen. Jahrzehntelang prägte der Lüster das Bild der Bibliothek mit, nicht allen zur Freude. Der renommierte Kunsthistoriker Adolf Fäh, Stiftsbibliothekar von 1892 bis 1932, wünschte ihn „als nicht in die Bibliothek passend“ weg. Nachdem er – 1929 Verfasser einer ersten grossen kunsthistorischen Würdigung der Bibliothek – sich wohl immer wieder geärgert hatte, entfernte er den Glaslüster kurzerhand, beliess ihn jedoch, in Säcke verpackt, im Saal. Bei der Deckenrenovation von 1934 wurde auch die Aufhängevorrichtung entfernt. Da ein geeigneter Ort zur Platzierung des "sehr schönen" Glasleuchters fehle, schlug der Katholische Administrationsrat eine Veräusserung an einen Antiquitätenhändler vor. Ein Käufer fand sich jedoch nicht, und so ordnete man 1940 an, dass der Lüster der Kirchgemeinde Bernhardzell abgetreten werden solle. In der dortigen „prächtigen Kuppel“ könne er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ob er je in Bernhardzell angekommen ist? Ja, und gibt’s den Lüster irgendwo überhaupt noch?



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