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03 | 2016


Newsletter Stiftsbezirk St.Gallen

 

Randnotiz


Museumsnacht

  Am Samstag, 10. September 2016, ist es wieder soweit: 34 Museen, Galerien und weitere Ausstellungsinstitutionen öffnen abends ab 18 Uhr ihre Tore und laden ein zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch ihre Sammlungen, Dauer- und Sonderausstellungen. Der Stiftsbezirk ist mit Kathedrale und Stiftsbibliothek zu nächtlicher Stunde und auf spielerische Weise zu entdecken.

Detailprogramm mit Übersichtsplan

Fokus

  Die aktuelle Ausstellung "Abracadabra – Medizin im Mittelalter" der Stiftsbibliothek aus erster Hand.

Im Rahmen der Reihe Fokus stellen die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Bibliothek während 30 Minuten eine Vitrine der Ausstellung im Detail vor.

Detailprogramm

Stille

  Niklaus Brantschen, Jesuit, Zen-Meister und Autor des Buches "Weg der Stille", hält ein Plädoyer für eine Kultur der Stille. Er wird musikalisch von Maria Walpen (Sopran) mit gregorianischem Gesang begleitet. Die Lesung mit Musik ist eines von insgesamt 13 Angeboten im Rahmen von «Stiller September».

Donnerstag, 1.September
20 Uhr im Barocksaal der Stiftsbibliothek

Silence

Gallustag

  Der Gallustag am Sonntag, 16. Oktober wird im Stiftsbezirk festlich begangen:

Um 11 Uhr findet der Festgottesdienst in der Kathedrale statt. DomChor, Collegium Vocale und Musiker des Sinfonierochesters St.Gallen führen unter der Leitung von Stéphane Fromageot die Messe No. 3 in B-Dur von Franz Schubert auf.

Um 17.30 Uhr lateinische Gallusvesper nach rekonstruierten Antiphonen und Hymnen von Prof. David Hiley, Regensburg, mit den Choralscholen.

Den Abschluss bildet die Städtische Gallusfeier um 18.30 Uhr im Pfalzkeller. Urs Kost, Dipl. Ing. ETH/SIA, Kantonsbaumeister von 2000 bis 2015, hält den Festvortrag zum Thema „30 Jahre Stadtautobahn St.Gallen - Von der Idee zum Betrieb und zum neuen Engpass“.

Detailprogramm der St.Galler DomMusik

Stibi   Weltkulturerbe


Tourismus im Wandel: Stiftsbezirk St. Gallen 1837 und 2016

In diesen Sommertagen erreicht der Gästezustrom im UNESCO-Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen seine höchsten Werte. Was heute für alle erfreulich ist, war zwischen 1800 und 1860 für die Stiftsbibliothekare eher ein Ärgernis. Grantig schimpfte Bibliothekar von Arx: "Die Bibliothek ist kein Guckkasten – und soll keiner sein". Und Nachfolger Weidmann intervenierte 1837 gar bei seiner Oberbehörde. Er bat sie, dem "gar zu häufigen und zwecklosen und lästigen Zustrom zur Bibliothek" einen Riegel zu schieben. Die Fremden würden nur, angeregt durch "Ehrenmeldungen, Notizen und Avisen in den Reisehandbüchern", das Innere des Saals und die wertvollsten Handschriften sehen wollen, und der Bibliothekar könne, "ohne Gefahr, die Bibliotheksverwaltung als eine unfreundliche oder mürrische verschreien zu lassen, derartige Ansinnen nicht wohl abweisen". Bis 1870 gab es im Barocksaal noch keine Schaukästen, und der Bibliothekar arbeitete fast alleine da…

Der Besuch der Stiftsbibliothek wurde 1837 übrigens eingeschränkt: "Nur Neugierige" hatten einzig an drei Nachmittagen pro Woche (Mo, Mi, Sa) von 14 bis 17 h Zutritt, dies auch nur in den Sommermonaten.



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